
Andrea Nahles hat angekündigt, die SPD werde „Hartz IV hinter sich lassen“. Der Vorstand der stadtbremischen SPD legt nun ein Konzept vor, dass Gerechtigkeit schafft und das Bremer*innen nützt soll.

Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen
Kooperation statt Konkurrenz — Wege in Arbeit durch Fortbildung, Weiterbildung und Beschäftigung

Andrea Nahles hat angekündigt, die SPD werde „Hartz IV hinter sich lassen“. Der Vorstand der stadtbremischen SPD legt nun ein Konzept vor, dass Gerechtigkeit schafft und das Bremer*innen nützt soll.

Deutschland geht es wirtschaftlich gut, doch bei vielen Sozialleistungsempfängern kommt der Aufschwung nicht an. Fünf Maßnahmen, die das ändern könnten – indem sie Hartz IV die Grundlage entziehen.
Ein Gastbeitrag von Carsten Sieling, Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen.

1,4 Prozent weniger neu festgestellte Sanktionen als ein Jahr zuvor (von September 2016 bis August 2017). Auf Jobcenterebene reicht diese Veränderungsrate von -49,7 Prozent (nahezu Halbierung) bis +95,8 Prozent (nahezu Verdoppelung).

In den ersten elf Monaten des laufenden Haushaltsjahres 2018 wurden vom Bund für Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (brutto) 808 Millionen Euro (4,1 Prozent) weniger ausgegeben als in den ersten elf Monaten des Vorjahres 2017.

Wie immer zum Jahresende veröffentlicht das Statistische Landesamt Bremen das Statistische Jahrbuch. Das umfassende Werk vermittelt einen Überblick über die demografischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Verhältnisse im Land Bremen und in den Städten Bremen und Bremerhaven.
Arbeitsmarktpolitisch von besonderem Interesse ist das Kapitel „Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarkt“.

Ist die deutsche Gesellschaft gespalten? Die Studie der Betrelsmann Stiftung zeigt, dass die in Deutschland lebenden Menschen sehr ähnliche Vorstellungen davon haben, was einen guten Bürger ausmacht. Unterschiedliche Einstellungen hängen besonders vom Alter und Wohnort ab – weniger hingegen vom Migrationshintergrund.

Der Senat hat am 18. Dezember 2018 einen Bericht zur Integration und Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in Bremen zur Kenntnis genommen. Der Bericht bilanziert die bisher getroffenen Maßnahmen und wirft einen Blick auf die zukünftigen Bedarfe.

Wie viele Flüchtlinge, die seit 2015 nach Deutschland und Bayern gekommen sind, arbeiten inzwischen? Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer hatte Mitte Dezember in einem Interview in der Augsburger Allgemeinen Zeitung davon gesprochen, dass er selbst überrascht sei, „dass das so schnell geht.“
Dem Bayerischen Rundfunk (BR24) liegt eine interne Aufstellung der Arbeitsagentur vor.

Ein Vergleich des Anteils sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in Berufen mit einem höheren Anforderungsniveau der ausgeübten Tätigkeit mit den Arbeitslosenquoten in den 14 Großstädten der Bundesrepublik Deutschland im Dezember 2017 zeigt: Je höher der Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit höherem Anforderungsniveau, je geringer ist die in der jeweiligen Großstadt registrierte Arbeitslosigkeit (Arbeitslosenquote).

531.414 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge (Bestand am 30.09.2018) in der Bundesrepublik Deutschland. 1,6 Prozent mehr als im Berichtsjahr zuvor. Das ist ein Ergebnis der Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
Nur in Bremen (Land) und Hamburg wurden weniger Ausbildungsverträge neu abgeschlossen als im Berichtsjahr zuvor.

Mit dem zum 1. Januar in Kraft tretenden Teilhabechancengesetz soll mehrjährige Arbeitslosigkeit durch geförderte Arbeitsplätze beendet werden. Klaus Oks, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen: „Betroffene erhalten eine echte, nicht nur kurzfristige Chance auf Teilhabe – mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf dem sozialen und dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Die geförderte Beschäftigung ist damit ein wichtiger Baustein in unserem Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit, der aus den Säulen Prävention, Integration und Teilhabe besteht.“

Die „Koordinationsstelle Sprache“ finanziert der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Mit der Umsetzung wurde das Zentrum für Schule und Beruf (ZSB) im Deutschen Rote Kreuz – Kreisverband Bremen e.V. beauftragt.
Gute Deutschkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung für die Aufnahme einer Ausbildung und Arbeit. Dort, wo andere Förderungen zum Erwerb der deutschen Sprache nicht greifen, bietet der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen nun zusätzliche Angebote an. Diese werden von der „Koordinationsstelle Sprache“ organisiert.

Die Bremer SPD schaltet sich in die bundesweite Diskussion über eine Reform von Hartz IV ein. Der Unterbezirk Bremen-Stadt hat ein Konzept zur Absicherung von Arbeitslosen vorgelegt, schreibt der Weser Kurier.

Hartz IV ist Kampfbegriff, Hassobjekt, Fetisch – und braucht dringend Korrekturen, schreibt die IG Metall. In einer Arbeitswelt, die sich rasend schnell wandelt, muss der Sozialstaat sein zentrales Versprechen erneuern: Wer fällt, wird aufgefangen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit e.V. (bag arbeit) bietet am 05. März 2019 in Hannover das Seminar Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Geflüchteten an.

Der technische Fortschritt verändert die Arbeitswelt rasanter denn je. Immer mehr Firmen setzen auf künstliche Intelligenz (KI) und Robotik – auch in Bremen. Werden die Roboter uns die Arbeit wegnehmen? Oder arbeiten wir bald weniger?
Der Weser Kurier wagt einen Blick in die Zukunft und entwirft zwei Szenarien.


Bis 2025 werden im Zuge des digitalen Wandels rund 2,1 Millionen neue Jobs entstehen. Diese stellen jedoch völlig neue Anforderungen an Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Daher setzt das ab 2019 geltende reformierte Qualifizierungschancengesetz vor allem auf ein Kernelement: geförderte Weiterbildung. Das beleuchtet Volker Finthammer im Deutschlandfunk.

Fachkräftemangel im Westen und Norden Europas, Arbeitslosigkeit im Süden und Osten. „Qualifizierte Migration“ ist die neue Zauberformel. Bloß, Osteuropa wird dadurch zum Verlierer, warnt Norbert Mappes-Niediek in einem Beitrag der Deutschen Welle.

Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), rät Unternehmer-Kollegen in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen, wie sie verhindern können, dass Mitarbeiter abgeschoben werden – und gibt Merkels „Wir schaffen das“ recht.

Das Programm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit ermöglicht den teilnehmenden Jobcentern, arbeitsmarktferne langzeitarbeitslose Frauen und Männer durch eine gezielte Ansprache und Beratung von Arbeitgebern, durch Arbeitnehmercoaching nach Beschäftigungsaufnahme sowie durch den Ausgleich von Minderleistungen durch Lohnkostenzuschüsse gezielt zu unterstützen. Das Programm wird zwischen 2015 und 2021 durchgeführt.